Referenzstory: Eine energieautarke Gemeinde in den österreichischen Alpen

Referenzstory: Eine energieautarke Gemeinde in den österreichischen Alpen

Ein grünes, sommerliches Tal, umgeben von Bergen, die auf ihren Gipfeln mit ewigem Schnee bedeckt sind. Es ist schön, es ist friedlich, und die Luft ist wunderbar sauber hier in den österreichischen Alpen. Irgendwie bekommt man das Gefühl, dass die Entscheidung der örtlichen Gemeinde Kötschach-Mauthen, bei der Energieversorgung so unabhängig wie möglich zu werden, sehr vernünftig ist – langfristig sogar ohne jeden Einsatz von fossilen Brennstoffen.

Hier, in der Nähe des kleinen Ortes Kötschach, wurde 1886 eines der ersten österreichischen Wasserkraftwerke gebaut. Ein paar Jahre später begann das kleine Kraftwerk, Kötschach mit Elektrizität zu versorgen, und so wurde der Ort einer der ersten in Westösterreich mit einem eigenen privaten Stromnetz. Eine direkte Verbindung führt zum modernen Kötschach, denn heute sind dieser Ort und das in der Nähe liegende Mauthen bei Elektrizität und Heizung nahezu energieautark. Mit Elektrizität werden sie von lokalen kleinen Wasserkraftanlagen und anderen erneuerbaren Quellen wie Wind- und Sonnenenergie versorgt – und die Heizwärme kommt von einer mit Biomasse und Biogas befeuerten Fernwärmeanlage. Erneuerbare Energie wird in ganz Kötschach genutzt.

Danfoss hat für das Heizwerk in Kötschach 36 Übergabestationen  geliefert. Das Heizsystem  ist über das Danfoss Energy Control System computergesteuert, und auf diese Weise steht das Heizwerk in ständigem Kontakt mit den Reglern  (Nopro-Reglertyp: OPR 0010) in jeder Übergabestation . Aufgrund langjähriger Erfahrung mit Fernwärme steht Danfoss in regelmäßigem Dialog mit den Kunden und liefert ihnen die notwendigen Informationen.

Ökostrom für ganz Österreich
Das im Familienbesitz befindliche Energieunternehmen Alpen Adria Energie (AAE) ist ein direkter Erbe des Erbauers des ersten Wasserkraftwerks. Es versorgt Kötschach-Mauthen mit Elektrizität auf Grundlage der in den Bergen erzeugten erneuerbaren Wasserkraft. Aber das Unternehmen hat noch ganz andere Ambitionen:
„Wir versorgen alle Kunden in Kötschach-Mauthen, sind aber gleichzeitig an das öffentliche Stromnetz angeschlossen und verkaufen Ökostrom an Kunden in Österreich“, teilt uns Wilfried Klauss jr. mit. AAE hat mehr als 7000 Kunden jeder Größe in ganz Österreich. Und in Zeiten des Klimawandels zeigt der Trend kontinuierlich nach oben, unabhängig davon, dass der Preis pro kWh etwas über den durchschnittlichen Strompreisen in Österreich liegt. 90 % der erzeugten Elektrizität stammt aus Wasserkraft, der Rest aus Wind und Biomasse.

In der Biomasseanlage
Die Biomasseanlage liegt etwas außerhalb des Zentrums von Kötschach mit seinen 3600 Einwohnern. Es besteht kein Zweifel, dass hier mit Biomasse gearbeitet wird, denn die Speicheranlagen sind mit Hackschnitzel gefüllt, die hauptsächlich von einer Sägemühle vor Ort geliefert werden. In Kötschach senkt die Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen nicht nur CO2-Emissionen. Sie schafft auch Arbeit und Einkommen für die Einheimischen.

Die Anlage ist ein Heizwerk (ohne Stromerzeugung), das alle großen Energieverbraucher im Ort versorgt, einschließlich aller öffentlichen Gebäude wie Schulen, Kindergärten und Rathaus. Das Fernwärmenetz ist 3,3 km lang, aber noch ausbaufähig, weil die meisten Einfamilienhäuser noch nicht mit Energie aus erneuerbaren Quellen versorgt werden.

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